1. Mńrz 2024
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Teneriffa-Sound-Machine  - Urlaubsbericht von Volker Klein

Donnerstagmorgen, 10.01.08, 08.00 h.

Der Weihnachtswahnsinn ist vorbei. Der Weihnachtsbaum hat dank IKEA`s ÔÇ×KnutÔÇť nicht l├Ąnger ├╝berlebt. Aber Vorsicht. Die ersten Post-Weihnachtsdepressionen schleichen sich an.

Gott sei Dank hei├čt es jetzt ÔÇ×Teneriffa ÔÇô Ich kommeÔÇť.

12.10 h Flughafen Frankfurt-Hahn und ab gehtÔÇÖs. Landung 16.10 h Ortszeit. Wenn doch nur die Bahn auch immer so p├╝nktlich w├Ąre...

Seltsam, meine Kopfschmerzen und der penetrante Nachgeschmack nach Weihnachtsgeb├Ąck sind schlagartig verschwunden.Die Menschen kommen mir hier so seltsam vertraut vor. Sie l├Ącheln. Bei dem Wetter auch kein Wunder. Obwohl laut Frank von canarymoto heute sozusagen Sch...wetter herrscht, 21 Grad, leicht bew├Âlkt...

 
Der Transfer nach Costa Adeje klappt reibungslos. Frank hat zwar einen leicht venezolanischen Fahrstil, wie er sp├Ąter beichtet, aber sein Lachen lenkt ab und beruhigt.

11.01.08, 09.00 h

Im B├╝ro von canarymoto werden mir Schl├╝ssel und Papiere ÔÇ×meinesÔÇť Bikes ├╝bergeben. Giftgr├╝n, scharfes Design, geiler Sound. Kawasaki Z 750.
 

 
Nein Leute, ich bin nicht von Kawa gesponsort. Privat fahre ich eine andere Marke, aber das Teil ist einfach klasse. Wenn sie genauso f├Ąhrt, wie sie mich von der Optik anmacht wird das ein sehr vergn├╝glicher Urlaub. Der Fuhrpark von canarymoto ist gut sortiert. F├╝r jeden Geschmack, Geldbeutel und Bikertyp ist etwas dabei.
 

 
Die Bikes sind neu und werden entsprechend gepflegt. Darf ich meine CB auch mal vorbeibringen ?

Heute geht es erst mal zum Teide hoch. Wir bilden eine kleine Gruppe. Martina, eine Bekannte und Anf├Ąngerin f├Ąhrt eine X-Country mit tiefergelegtem Fahrwerk, J├╝rgen eine R1200 RT, darf er auch ÔÇô in seinem Alter.....

Erst mal ab auf die Autobahn Richtung Norden. Nach ein paar Kilometern geht es ab auf die TF 28 und wieder ein paar Kilometer sp├Ąter, immer sch├Ân bergan, wechseln wir auf die TF 51. Es geht ├╝ber Arona nach Vilaflor. Hier machen wir in der Folge ├Âfters Rast an der kleinen Bodega rechts der Kreuzung. J├╝rgen und ich kenne sie seit unserem letzten Urlaub im M├Ąrz 2007.
 
 
 
 

 
Martina hat sich mit der Maschine vertraut gemacht. Jetzt st├Â├čt auch noch Christoph mit dem Zwilling meiner Kawa zu uns. Ein Nordlicht, welches sympathischer nicht sein k├Ânnte.
 

 
Zu viert st├╝rmen wir abwechselnd Richtung Teide. Einer bleibt immer bei Martina und geleitet sie sicher und mit viel Spa├č den Berg hinauf. Wir fahren durch unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen. Schlie├člich brechen wir durch die Wolken und sehen den gro├čen Berg in aller Pracht vor uns.
 

 
Immer wieder ein faszinierender Anblick.
 
 
 
 
Wobei ich mich immer wieder aufs Neue frage, was mir mehr Schwindel verursacht, die H├Âhenluft oder der Kurvenrausch ?
Nach einer Fotopause ziehen wir weiter Richtung Bergstation der Seilbahn durch die grandiose Landschaft der Canadas. Sind wir schon in Arizona ?
 

 
├ťber die TF 24 geht es weiter in Richtung Observatorium.
 

 
Gleichg├╝ltig in welche Richtung der Blick an diesem fantastischen Tag schweift, das Panorama ist ergreifend. Die Kurven auch, aber Obacht, in den Schattenbereichen ist es teilweise noch gefroren und Steine gibt es da auch des ├Âfteren.
 

 
Deswegen immer sch├Ân auf die Tipps von Frank achten.
Wir folgen der TF 24 in Richtung Norden und steigen wieder in bewaldete Gefilde ab. Irgendwie ein bi├čchen wie der Schwarzwald, nur w├Ąrmer. Weiter geht es durch den Wald von La Esperanza in Richtung San Cristobal de La Laguna. Herrliche Strecken voller Kurven. Gute Laune hoch drei.
 

 
Die Altstadt von La Laguna kriegen wir nur im Vorbeifahren zu sehen. Zuviel Verkehr , zu wenige Parkpl├Ątze. Abgeschleppt wird hier schnell. Aber wir sind ja zum biken hier. Also wieder raus aus der Stadt. ├ťber Arafo, Guimar, Fasnia und die TF 28 geht es wieder zur├╝ck Richtung Costa Adeje. Nach etwa 250 Kilometern neigt sich ein kurvenreicher Tag dem Ende zu. Der Sonnenuntergang rundet das Ganze passend ab.
 

 
Die folgenden Tage sind dem Fahren und nur dem Fahren sowie den Pausen in diesem pr├Ąchtigen St├╝ck Natur gewidmet.
 

 
Kultur hebe ich mir f├╝r ein anderes mal auf. Irgendwann war Gott mal ein Kind. Und als er mit seinem Baukasten gespielt hatte kam diese Insel dabei heraus.
 

 
Man mu├č hier eigentlich nur von der Autobahn wegbleiben und immer den Teide, das Teno- und/oder das Anaga-Gebirge anpeilen um jede Menge Kurvenspa├č zu haben. So ist es auch mit den leiblichen Gen├╝ssen. Essen und Trinken am besten und am g├╝nstigsten dort, wo auch die Einheimischen hingehen. Auch da hat Frank die passenden Tipps zur Hand.

Zudem sollte man einfach mal die Karte au├čer Acht lassen und aufs Geratewohl losfahren. An der n├Ąchsten Kreuzung links oder rechts ? Keine Ahnung. Mal sehen was mein Bauchgef├╝hl dazu meint. Irgendwann kommt ja immer die K├╝ste.
Ein absolutes Muss sind jedoch f├╝r mich immer die Schlucht von Masca, das ist Stra├čenbau im Endorphinrausch,
 

 
Buena Vista del Norte wegen des fantastischen Fischrestaurants am Strand direkt neben dem Golfplatz, Garachico mit seiner idyllischen Altstadt,
 

 
das Orotava-Tal , die TF 523 von Arafo in Richtung Teide, die TF 21 von Vilaflor nach Granadilla ÔÇô dann auf der TF 28 Richtung San Miguel aber nur um nach ein paar Kilometern rechts ab wieder in Richtung Vilaflor auf eine unbekannte kleine Nebenstra├če abzubiegen,
 
 
 
 

 
die kleinen Nebenstr├Ą├čchen zwischen Icod de los Vinos und Santiago del Teide, die bestens geteerte Strecke nach Taucha mit ihren Serpentinen und und und.
 

 
Am besten vorher mal Google Earth zu Rate ziehen und sich die Strecken notieren oder dem Bauchgef├╝hl folgen.

├ťbrigens habe ich die gr├╝ne Hornisse nach der Durchfahrt durch die Masca-Schlucht umgetauft in Anlehnung an ÔÇ×Miami Sound MachineÔÇť in ÔÇ×Teneriffa Sound MachineÔÇť. Frau Estefan m├Âge es mir verzeihen, aber die gr├╝ne Lady klingt genau so gut.

Die gr├╝ne Lady hat die Schlucht genutzt wie ein gro├čes Orchester die Wiener Symphonie. Zudem ist sie aus meiner Sicht, ich bin bekennender Vierzylinder-Fan, f├╝r diese Stra├čen trotz oder gerade wegen ihres Konzeptes hervorragend geeignet. Ich sitze mit meinen 183 cm komod und steige auch nach 6-8 Stunden Fahrt ohne Schmerzen ab. Gelle Joachim.
 

 
Jetzt wird es traurig. Der 17.01.08 bricht an. Die Tage sind wie im Flug vergangen. Die Abende dank der netten Gesellschaft ungenannter Mitreisender auch. Meine Stunden auf der Insel sind gez├Ąhlt. 1400 Kilometer voller Spa├č liegen hinter mir.
Jetzt mu├č ich die Lady abgeben. Das schmerzt. Aber ich komme wieder. Behandele sie gut, Frank. Und gr├╝├č sie von mir. Der n├Ąchste Winter kommt bestimmt.
 
 

Danke canarymoto f├╝r so viel Spa├č

 

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